Seit der Eröffnung 2012 finden in der Reblandhalle Neckarwestheim vielfältige Veranstaltungen statt. Eine Auswahl sehen Sie hier.

Musikalisch-heitere Beobachtungen zum Alltag

Liederkabarett mit Olaf Bossi am vergangenen Samstagabend in Neckarwestheim

Er steht noch am Anfang seiner Bühnenkarriere, und hat doch schon wichtige Preise gewonnen. Olaf Bossi, der schon seit den 1990ern als Komponist und Produzent von Pop und Schlagern bekannt ist, trat am 13. Mai in der Reblandhalle Neckarwestheim mit seinem aktuellen Programm auf.
Er wechselt mit seinen Liedern zwischen bitterböser und liebevoller Alltagsbeobachtung. Da wird im modernen Gesundheitssystem noch ein Werbeblock vor der OP eingeschoben, und der Boulevard-Journalist muss auch nur sein täglich Brot verdienen. Heiter wird es bei Beiträgen wie dem „schönsten Urlaub aller Zeiten“, der ironisch mit den hohen Erwartungen an die schönsten Wochen im Jahr spielt. Da erkennt sich jeder wieder, und Bossis Anregung, jetzt richtig Stimmung zu machen, wird mit Klatschen und gar Schunkeln quittiert.
Der versierte Sänger und Gitarrist genießt sichtlich die Nähe zum Publikum. Seine Zwischenmoderationen sind sympathisch, er spielt keine Rolle auf der Bühne. So ist es für die Zuschauer ein Hautnah-Konzert, man ist voll dabei, gerade bei den ruhigeren Songs ist kein Mucksen  zu hören.
Melancholisch auch seine neue Variante von „Kleine Maus“. Ursprünglich von ihm produziert in einer Zeit, als das Internet noch in den Kinderschuhen steckte, übertrug er die Geschichte in die heutige Zeit. Partnersuche online, in Bossis Lied sehnsuchtsvoll und nachdenklich interpretiert: „Vielleicht bist es ja grad du, die größte Liebe die es für mich gibt, oder ist das große Glück vielleicht dann doch der nächste Klick?“ Bossi trifft ins Herz, es geht um Zwischenmenschliches und die banale, aber umso schwierigere Suche nach dem Glück, um das alltägliche Leben und was es alles mit sich bringt. „Ich wollte nie, niemals so werden, wie ich heute bin“: samstags rasenmähen, einen praktischen Van, aber irgendwie doch auch „Glücklich wie ein Klaus“, das Lied, das auch dem aktuellen Programm seinen Namen gibt.
 


Vielfältiger Abend mit den HaupstadtTenören

Wer beim Begriff „Tenöre“ nur an ernste Gesichter und „anstrengende“ Klassik denkt, wurde an diesem Abend aufs Schönste eines Besseren belehrt. Die Gemeinde Neckarwestheim setzte ihr vielfältiges Kulturprogramm fort, am vergangenen Samstag mit den HauptstadtTenören aus Berlin. Drei brillante Stimmen und ein fantastischer Pianist, das waren die Zutaten für diesen kurzweiligen Abend, der mehr Zuschauer verdient hätte.
Das Geheimnis des Programms „So leuchten die Sterne“ waren neben den stimmgewaltigen Sängern, denen man ihre professionelle Ausbildung und Bühnenerfahrung anmerkte, vor allem die humorigen Moderationen. Maik Tödter, Thorsten Hennig und Björn Christian Kuhn nahmen sich selbst nicht zu ernst und spielten sich gekonnt die Bälle zu, ohne dabei ins Slapstickhafte zu verfallen. Der direkte Draht zum Publikum war dabei das Tüpfelchen auf dem i. Pianist Ronald Herold begleitete stets mit präzisem Klavierspiel.
Mit Charme und Witz und einer bunten Liedauswahl war dies ein Abend, der nicht nur Klassikfans begeisterte. Spätestens bei „Berliner Luft“ oder „Mein kleiner grüner Kaktus“ klatschte der gesamte Saal begeistert mit. Gespannte Stille dagegen bei „Maria“, das man so aus der West Side Story noch nie gehört hatte, oder bei Tödters Solo-Arie „E lucevan le stelle“ von G. Puccini, die die Reblandhalle in eine grandiose Opern-Arena zu verwandeln vermochte. Man hätte die buchstäbliche Stecknadel fallen hören können.
Diese Tenöre verloren nie den Faden, vielmehr woben sie eine ausgewogene Darbietung aus Oper, Musical, Operette, der sie ihren ganz persönlichen Stempel aufdrückten. So ließen die knapp 100 Zuschauer die vier erst nach mehreren Zugaben von der Bühne.
 
Schon am übernächsten Wochenende ist frisches und unterhaltsames Kabarett angesagt: Für Olaf Bossi am 13. Mai sind noch Karten erhältlich. Der preisgekrönte Italo-Schwabe macht Liederkabarett mit seinem aktuellen Programm „Glücklich wie ein Klaus“.


Lars Reichow war da und die Heilbronner Stimme berichtete


Lady Sushine & Mister Moon


Fünf Freunde


Pasion de Buena Vista

Tolle Stimmung beim kubanischen Abend mit Musik und Tanz

Wenn kubanische Stimmung auf deutsches Novembergrau treffen, wird das ein Abend, wie ihn Neckarwestheim selten sieht. Die Show „Pasion de Buena Vista“ schaffte es am vergangenen Samstagabend innerhalb weniger Musiktakte, die fast 300 Zuschauer in der Reblandhalle den Alltag vergessen zu lassen.

Acht Musiker, drei Tanzpaare sowie sechs Sängerinnen und Sänger bot diese Veranstaltung. Herausragend waren nicht nur die „Urgesteine“ Jose-Guillermo Puebla-Brizuela  und Alfredo Montero-Mojena, auch Solistin Felicita-Ethel Frias-Pernia zog die Zuhörer mit ihrer Darbietung in ihren Bann.

Manch ein Zuschauer mag sich überlegt haben, wie doch die Schrittfolgen aus der Tanzschule gingen, während er in die bunte Welt eines kubanischen Clubs eintauchte.
Farbenfrohe Kleider, ein detailverliebtes Bühnenbild und professionelle kubanische Künstler, die ihr Metier perfekt beherrschen – das waren die Zutaten dieses Abends. Da wurden teils akrobatisch anmutende Tänze gezeigt, in rasantem Tempo die Kostüme gewechselt, auf mitreißende Rhythmen folgte ein romantisches Gesangsduett. Die Veranstaltung war äußerst vielseitig und bewies einmal mehr, dass Musik Verständigung über Sprachgrenzen hinweg ist.

Die Besucher ließen sich nicht lange bitten, als in der zweiten Hälfte des Abends die sechs Tänzerinnen und Tänzer die Bühne verließen und sich im Zuschauerraum Partner suchten. Ruckzuck bevölkerten zahlreiche Gäste klatschend und hüftschwingend die Bühne, angesteckt vom karibischen Lebensgefühl, dem sich an diesem Abend keiner entziehen konnte.
Als die Stimmung schon ihren Höhepunkt erreicht zu haben schien, setzten zum Schluss die drei jungen Sänger der Combo noch eins drauf. Mit grandiosen Stimmen und professioneller Bühnenpräsenz ließen sie nach zwei Stunden Show die Halle nochmals beben. Die Reblandhalle Neckarwestheim entwickelt sich mit diesem Höhepunkt weiter zum Erfolgsgarant für gelungene Kulturveranstaltungen.

Nächste Veranstaltung ist am 26.11. die Tribute-Band „Lead Zeppelin“. Auch das Programm für 2017 steht schon in den Startlöchern, es sind bereits Karten erhältlich. Mehr Informationen auf www.reblandhalle-neckarwestheim.de sowie unter Tel. 07133 184-28.


Dui do on de Sell

Volle Halle, voller Erfolg – so könnte man den 15. Oktober in Neckarwestheim zusammenfassen. Petra Binder und Doris Reichenauer brachten als „Dui do on de Sell“ die fast ausverkaufte Reblandhalle zum Lachen.

„Wir haben heute noch Muskelkater vom vielen Lachen!“, heißt es nach der Veranstaltung im Gästebuch. Im aktuellen Programm „Wechseljahre“ der beiden Urschwäbinnen konnte sich jeder Zuhörer – egal ob männlich oder weiblich – wiedererkennen. Die Themen waren aus dem prallen Leben gegriffen. Locker plauderten die beiden wie zwei alte Freundinnen, erlaubten sich hier und da ironische Seitenhiebe, nicht auf die Männerwelt, auch mit viel Ironie sich selbst gegenüber.

Grundthema war neben all den unschönen Nebenwirkungen des Älterwerdens vor allem die aktuelle Partnersuche. Mit „Ü50 auf der Pirsch“ ist es nicht mehr so einfach, stellten die beiden fest. Man dürfe ja nicht mehr so anspruchsvoll sein, was sie jedoch nicht davon abhielt, bei Online-Kontaktanzeigen ein wenig zu schummeln.
Aber warum im Internet suchen, wenn hier in der Reblandhalle auch was finden wäre? Zur Pause ging’s dann auf Männerschau: „Mal gucken, was dr Flecka so zu bieten hat!“

Reichenauer und Binder sparten nicht mit frechen Kommentaren und nahmen auch mal spontan Kontakt zum Publikum auf. Dieses war nach zwei Stunden Kabarett „total begeistert“. „Dui do on de Sell“ sind ein fulminantes Duo. Die beiden sind so gut aufeinander eingespielt; man hat mehr den Eindruck, beim Kaffeeklatsch zuzuhören, als ein Bühnenprogramm zu sehen.


Sonntag am Donnerstag

Am 2. Juni 2016 gastierte Christoph Sonntag in der sehr gut besetzten Reblandhalle. Der TV- und Radiostar aus dem wilden Südwesten tourt gefühlt seit Ewigkeiten durch das Ländle. Grund genug, nun auch mit seinem Publikum in Neckarwestheim zu feiern! Im Rahmen seiner  „Jubeltour – 100 Jahre Christoph Sonntag" zündete der Hauptakteur ein abwechslungsreiches Gagfeuerwerk.
Und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn gegrillt wurde auch noch – selbstverständlich nach den neuesten Ernährungstrends auch vegetarisch, mit der absolut fleischfreien Karottenwurst im Brötchen.
Wie immer nahm die schwäbische Spaßbombe kein Blatt vor den Mund: in einem Maxi-Mix aus Kabarett, Comedy, Musik und Gesang erlegt Sonntag nahezu alles, was ihm vor die satirische Flinte geriet - ins Visier geriet so auch ein örtlicher Gemeinderat.
 
Das Publikum amüsierte sich köstlich, was angesichts anhaltender Lachsalven deutlich zu hören war. Selbstverständlich durfte auch der Running Gag „Neckarwestheim, muss des sei..?“ nicht fehlen und wurde lautstark beantwortet. Auch musikalisch unterhielt der Künstler das Publikum mit seiner Geige mit unvollständigem Deckblatt. Trotz der gegenteiligen Ansicht jedes Gegenbauers brachte sie sehr harmonische Melodien hervor – natürlich auch dank der Spielkunst des Meisters. Vor Beginn der Veranstaltung und während der Pause konnten sich die Gäste bei den Mitgliedern des Gesangvereins mit Getränken und Snacks versorgen – was dank der guten Organisation ohne lange Wartezeiten möglich war. Es war ein unterhaltsamer gelungener Abend in der Reblandhalle.


Ein voller Erfolg: Zweite Neckarwestheimer Lachnacht

„Hier wird Spaß gemacht“ hieß es auf den Ankündigungsplakaten. Und so war es. Vor nahezu ausverkauftem Haus präsentierten sich fünf Comedians dem Publikum. Von der ersten Minute an herrschte eine gelöste Stimmung unter den über 300 Zuschauern in der Reblandhalle Neckarwestheim.
Der quirlige Roberto Capitoni eröffnete die Lachnacht. Von der Herkunft halb Deutscher, halb Italiener: „Die untere Körperhälfte ist Italiener“ erklärte er mit einem Augenzwinkern und plauderte über seine Familie und schwäbisch-italienische Eigenschaften.
Martina Brandl, die "Göttin aus Geislingen", wie sie sich selbst beschreibt. Sie sang, tanzte, lachte und lästerte. Lutz von Rosenberg Lipinsky beschrieb mit entlarvender Beobachtungsgabe und pointiertem Witz die politische Lage.
Den Reigen der Künstler beendete Hennes Bender. Er gehört mit seinen 1,62 Meter nicht gerade zu den Großen, dafür versprühte er ein Feuerwerk der Worte und kokettierte mit seiner Größe. Und singen kann er auch.
Gelassen und heiter führte Ole Lehmann durch das Programm. Zeigte von seinem Können und ließ doch genug Raum für die anderen Gäste. So traf diese wahrlich bunte Veranstaltung mit gleich fünf hochkarätigen Künstlern des Genres Comedy und Kabarett den Geschmack des Publikums.


Simon & Garfunkel Tribute Duo meets Classic zieht das Publikum in ihren Bann

Stehende Ovationen in Neckarwestheim

„Das war Seelenbalsam!“ Strahlende Gesichter sah man an der Garderobe nach der Veranstaltung. Mehr als 230 Besucher genossen den Abend in der Reblandhalle Neckarwestheim. „Simon & Garfunkel Tribute Duo meets Classic“ lautete der Titel des Abends. Die Musiker Thomas Wacker und Thorsten Gary kamen als Graceland Duo in Begleitung sieben weiterer Musiker. Anfangs in gespannter Stille, später mit wachsender Leidenschaft lauschte das Publikum den bekannten Hits.

Die Gemeinde Neckarwestheim hat wieder ein gutes Händchen bei der Auswahl der Events bewiesen. Mit ihrer Ankündigung „Gänsehaut garantiert!“ hatten die Organisatoren nicht zu viel versprochen: Das Zusammenspiel mit den klassischen Instrumenten des filigranen Streichquartetts ließ Welthits wie „The Sounds of Silence“, „Bridge over Troubled Water“ und „Mrs. Robinson“ zum Musikerlebnis der besonderen Art werden. Graceland nur als Coverband zu bezeichnen, greift eindeutig zu kurz.

Raffinierte Arrangements mit vier Streichern, Bass, Schlagzeug sowie Piano, Saxofon und Akkordeon und Neuinterpretationen der Stücke von Simon & Garfunkel erwärmten die Herzen der Besucher. Mit ihrem einfühlsamen Gesang und virtuosem Gitarrenspiel machten sie den Abend von Beginn an zu einem unvergesslichen Erlebnis. Charmante Anmoderationen wie auch die ausgefeilte Licht-Atmosphäre taten ihr übriges dazu.

Nach über zwei Stunden Konzert hielt es das Publikum kaum mehr auf den Stühlen. Stehende Ovationen begleiteten den Rest des Abends, der mit mehrfachen Zugaben ausklang.


Stephan Bauer begeisterte über 180 Zuschauer in der Reblandhalle Neckarwestheim

Das Veranstaltungsjahr in der Reblandhalle ist inzwischen in vollem Gange. Am 27. Februar 2016 war der bekannte Kabarettist Stephan Bauer in Neckarwestheim zu Gast.

Dem Publikum bot sich keine platte Comedy, nein, witziges, gut beobachtetes Kabarett über das Thema, das uns alle beschäftigt und wohl nie aus der Mode kommt: Mann und Frau.

Fast zwei Stunden lang plauderte der Kabarettist über seine Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht. Das war nicht abgedroschen, das war pointenreich, charmant, mal überspitzt, mal aus dem prallen Leben gegriffen.

Nach mehreren Jahren als Single ist Bauer nun endlich wieder in festen Händen. Was er allerdings mit seiner bedeutend jüngeren Freundin Sina erlebt, lässt ihn eher alt aussehen. Augenzwinkernd erzählt er den zahlreichen Zuhörern, wie er "mit Mitte dreißig" - im Laufe des Abends machte er sich immer jünger - von seinen Erlebnissen im Internet-Chat oder mit dem Hund der neuen Freundin: Als Wachhund ist der kleine Mops nicht geeignet, weil er absolut harmlos und ungefährlich ist - er ist höchstens nützlich, um ihn einem Einbrecher hinterher zu werfen...

Durchgehend hatte Stephan Bauer das Publikum auf seiner Seite - ein gelungener Abend!

© Reblandhalle Neckarwestheim